Startseite > Info-Service > Pressemitteilungen > Investorenkonferenz in Indien präsentiert Standortvorteile Ostdeutschlands
09.02.2010
Berlin - Die Zahl indischer Investitionen in Deutschland nimmt weiter zu. 215 indische Unternehmen sind heute bereits in Deutschland angesiedelt. Im Rahmen einer Investorenkonferenz am 11. Februar in Bangalore werden potenziellen indischen Investoren die Vorzüge der größten Volkswirtschaft Europas vorgestellt. Dank günstiger Rahmenbedingungen haben sich gerade in den ostdeutschen Bundesländern Hochtechnologiebranchen herausgebildet, auf die indische Investoren verstärkt ihr Interesse richten, etwa in den Informations- und Kommunikationstechnologien.
Bereits auf der gegenwärtig stattfindenden Konferenz NASSCOM stellt Germany Trade & Invest, die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing, die Stärken Ostdeutschlands im Bereich IT vor. Die Konferenz läuft vom 9. bis 11. Februar in Mumbai. Am 11. Februar informiert Germany Trade & Invest auf einer Investorenkonferenz in Bangalore über Investitionsmöglichkeiten und -bedingungen in Ostdeutschland. Hier wird der indische IT-Dienstleister L&T Infotech seine Erfahrungen und unternehmerischen Erfolge am Standort Leipzig darstellen. Eine weitere Investorenveranstaltung in Indien ist gegen Ende des Jahres geplant.
Marktgröße und günstige Lage Deutschlands eröffnen Investoren den direkten Zugang zu einer der größten Wirtschaftsregionen weltweit. Aber Deutschland ist gerade auch wegen seiner europaweit überdurchschnittlich hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung ein attraktiver Standort für ausländische Investoren. Das innovative Umfeld eignet sich ideal für die Herstellung technologieintensiver Produkte. Weiterhin machen die hochqualifizierten Arbeitskräfte sowie die leistungsfähige Infrastruktur und Logistik den Standort zu einem attraktiven Ziel für Unternehmen. Im Vergleich zu Indien kommen sehr vorteilhafte Konditionen bei Büromieten hinzu. Diese liegen in der Regel bei weniger als der Hälfte der gewerblichen Mieten in Indien.
Auch was den bürokratischen Aufwand bei der Gründung eines Unternehmens betrifft, unterbietet Deutschland mit 18 Tagen deutlich den weltweiten Durchschnitt von 35 Tagen und den in Indien üblichen Aufwand von 30 Tagen. Darüber hinaus begünstigen die jüngsten Konjunkturprogramme, wie etwa das zu Jahresbeginn in Kraft getretene Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das Investitionsklima.
So ist auch das Interesse indischer Investoren am Standort Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Allein zwischen 2006 und 2007 hat sich der Bestand an Direktinvestitionen aus Indien von 131 Mio. auf 242 Mio. Euro nahezu verdoppelt. 2008 zählte Deutschland bereits 215 indische Unternehmen, die etwa 12.000 Menschen beschäftigen. Zu den umsatzstärksten Unternehmen gehören Mahindra Forging Europe GmbH, CDP Bharat Forge GmbH und Tata Consultancy Services Deutschland GmbH. Das Interesse indischer Investoren richtet sich vorwiegend auf die Software- und IT-Branche - allein die Hälfte der indischen Ansiedlungen fand in diesem Bereich statt. Aber auch die Branchen Chemie, Automobil und Maschinenbau sind für indische Unternehmen attraktiv. Ostdeutschland bietet hier ein besonders wettbewerbsfähiges Umfeld.
Hauptredner auf der Investorenkonferenz "How far West? - Choose Your Corporate Presence in Europe" wird Satish Sarathy, Head SAP Europe for L&T Infotech, sein. L&T Infotech ist ein Tochterunternehmen von Larsen & Toubro Ltd. (L&T). Der Konzern beschäftigt circa 35.000 Menschen und erzielte im Geschäftsjahr 2008/2009 einen Umsatz von mehr als 8,5 Mrd. US Dollar. L&T Infotech, ein global agierender Anbieter von IT-Lösungen, hat einen Sitz in Leipzig. Das Unternehmen zählt Marktführer wie Bahrat Petroleum, Chevron, Freescale, Hitachi, Sanyo and Lafarge zu seinen Kunden. Satish Sarathy geht exemplarisch auf den Erfolg seines Unternehmens in Ostdeutschland ein. Mit der Entscheidung für Leipzig bestätigt L&T Infotech die Qualität Ostdeutschlands gerade im Bereich IT.