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Deutschland belegt Spitzenposition bei forschungsintensiven Gütern

09.03.2010

Berlin - In Deutschland ist der Anteil forschungsintensiver Industrien und wissensintensiver Dienstleistungen an der Wertschöpfung 2007 im weltweiten Vergleich mit ungefähr 50 Prozent am größten.  Auch beim Export forschungsintensiver Güter lässt Deutschland 2007 alle anderen Länder hinter sich. Wie aus zwei jetzt veröffentlichten Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht, verfügt Deutschland damit über das technologieintensivste Produktionsprofil der Welt.

2007 führt die Bundesrepublik Waren im Wert von 800 Mrd. US-Dollar aus und übertrifft demnach Japan mit fast 300 Mrd. und die USA mit 80 Mrd. US-Dollar beim Export forschungsintensiver Güter.  Vor allem beim Fahrzeugbau konzentriert sich Deutschland auf forschungsintensive Güter. Auch die Anteilsgewinne der zu dem Bereich der Spitzentechnologien zählenden Branchen Medizin-, Mess- und Nachrichtentechnik sowie Luft- und Raumfahrzeugbau nehmen erheblich zu. Deutschland kann weiterhin auch seine starke Position beim Maschinenbau halten. Die starke Stellung im internationalen Wettbewerb verdankt die Bundesrepublik auch ihrer breiten industriellen Basis. Den Autoren der DIW-Studie für die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) zufolge wird Deutschland insbesondere durch die Spezialisierung auf forschungsintensive Waren gestärkt aus der Krise hervorgehen.

So ist Deutschland auch im Außenhandel einer der weltweit größten Technologiegeber. Nach vorheriger Dominanz der USA beim Export forschungsintensiver Güter gelingt es Deutschland 2007, die Spitzenposition für sich zu beanspruchen. Auch pro Kopf lässt sich mit 3900 US-Dollar der größte Exportüberschuss in diesem Bereich in Deutschland finden. Die Studie betont die Notwendigkeit, innovative Unternehmen weiterhin finanziell bei Forschung und Entwicklung zu unterstützen. Nur so ließe sich auch künftig Deutschlands starke Position bei forschungsintensiven Gütern gewährleisten.  Dem trägt auch die Ankündigung der Regierung Rechnung, Forschungsausgaben künftig steuerlich fördern zu wollen.

Nicht zuletzt trägt zum deutschen Erfolg auch eine erhöhte Produktionseffizienz bei. Zwischen 1995 und 2005 haben sich die deutschen Effizienzwerte deutlich erhöht. Während der Kraftfahrzeugsektor seine hohe Effizienz sichern konnte, belegen der Maschinenbau und die Elektrotechnik 2005 ebenfalls Spitzenpositionen. Im Gegensatz zu Deutschland verzeichneten die EU-Länder sowie Japan in diesem Zeitraum eine Verschlechterung ihrer Produktionseffizienz. Dagegen verteidigten die USA ihre Führungsposition.

Als forschungsintensiv stufen die Studien des DIW solche Waren an, bei denen der Anteil der internen F & E-Aufwendungen am Umsatz im OECD-Durchschnitt über 2,5 Prozent liegt. Bei einem Anteil von mehr als 7 Prozent wird von Spitzentechnologie gesprochen.

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Eva Henkel

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